Die Tokonoma: Definition, Verwendung und Bezeichnung

Wortwörtlich übersetzt bedeutet Tokonoma in Deutsch „Schmucknische“ oder Alkoven.

Die Tokonoma, eine sogenannte Schmucknische im traditionellen Teeraum, dient zur Entspannung und ist ein Ort der Konzentration. Die Tokonoma ist eine, meistens durch eine leichte Erhoehung vom restlichem Raum abgesetzte, ca. 50 cm tiefe und 1-2m breite Nische. Sie beinhaltet oft eine haengende Schriftrolle, jap. Kakemono, mit jahreszeitlich wechselnden Motiven.

Manchmal wird an dem Holzrahmen, welcher die Tokonoma an den Seiten begrenzt, ein einfaches Blumengesteck, jap. cha-bana, zum Beispiel in einer Blumenvase oder glasierter Tonvase, im oberen Drittel des Rahmens befestigt.

Sie beinhaltet Blumen, beispielsweise kleine Kamelienzweige mit Blueten. Auch diese passend ausgesucht zur Jahreszeit. Das Hauptelement in einer Tokonama sind aber die zu besonderen Anlaessen und Besuchen kurzfristig in der Schmucknische praesentierten Bonsai, welche je nach Groesse und Bonsaistil ebenerdig auf dem Tatamiboden der Tokonoma oder auf einem schoenen, passenden Holztisch von den bewundernden Blicken der Gaeste begutachtet werden.

Auch Beipflanzen in einem kleineren Gefaess oder sogenannte Suiseki, uebersetzt bedeutet diese Bezeichnung Wasser und Stein, sind oft verwendete Gestaltungselemente bei der Preasentation eines Bonsai in der Tokonoma. Suiseki sind in der Natur aufgelesene ausdrucksstarke Steine welche kleine Naturlandschaften, zum Beispiel Inseln, Wasserfaelle oder Objektsteien welche an Tiere oder Skulpturen erinnern, darstellen.